Early Adaptor – Windows 10 – I did it :-)

"DiffusionOfInnovation". Licensed under CC BY 2.5 via Wikipedia

DiffusionOfInnovation„. Licensed under CC BY 2.5 via Wikipedia

 

Man kann ja zu Microsoft vielerlei Meinungen haben, und meine eigene ist da auch immer sehr „gespalten“, aber das Rad, das Microsoft da mit Windows 10 dreht, läuft schon sehr schwungvoll.

Ich gehöre normalerweise AUCH nicht zu den sogenannten „Early Adaptors“, sondern warte erst mal ab, bis die gröbsten Fehler beseitigt sind.

 

 

 Im Falle von Windows 10 habe ich es einmal „anders“ gemacht aus folgenden Gründen:

  1. Die technischen Unterschiede zwischen Windows 7 ==> Windows 8 ==> Windows 8.1 erschienen mir nicht sehr groß, das meiste spielte sich an der Oberfläche ab, oder in Funktionalitäten, die noch nicht allzu wichtig sind.
  2. Die bei mir automatisierten Regelupdates in den letzten Versionen liefen immer ohne Probleme ab.
  3. Es war absehbar, dass auch der Sprung von 8.1 auf 10 kaum größer ist, als die vorhergehenden Upgrades.
  4. Für mich ist der eigentlich wesentliche Unterschied derjenige, das Microsoft die Komponenten des Betriebssystems jetzt weitgehend so „isoliert“ hat, dass diese unabhängig voneinander aktualisiert werden können. Daher wird es wohl so sein, dass Windows 10 die letzte „Große“ Version ist, und weitere Entwicklungen über Regelupdates passieren werden.

Unter diesen Aspekten habe ich mich daran gemacht, meine Systeme auf Windows 10 zu aktualisieren.

Da ich nicht abwarten wollte, bis das irgendwann mal geschieht, habe ich die in vielen Berichten beschriebene Vorgehensweise gewählt:

  • Ausführung aller anstehenden Regelupdates über Windows Update
  • Löschen  des Inhalts des Verzeichnisses C:\Windows\SoftwareDistribution\Download
    (Achtung nur Inhalt, nicht das Verzeichnis selbst !)
  • Folgenden Befehl als Admin abgesetzt: „wuauclt.exe /updatenow“
    (CMD mit Admin Rechten starten)

Bei allen meinen Systemen begann unmittelbar danach der Download und wenig später der Update.

Dieser lief nach meinem OK problemlos durch, wenn es auch ca. 2h gedauert hat in Summe.

Ergebniss:

  • Keine wesentlichen Fehler erkannt
  • Desktop Design entsprach weitgehend meinen Vorstellungen
  • Alle Programme liefen wie gewohnt, selbst einige sehr alte 🙂 (Mit ein bisschen Hilfe)
  • Sämtliche Geräte / Treiber liefen ohne Probleme

Problemchen

  • Mein Schachprogramm lief nicht mehr, da eine alte Runtime nicht übernommen wurde. Was durch simple Neuinstallation des Programmes innerhalb weniger Minuten behoben war.
  • Mein MS Money aus dem Jahre 1998 kam mit der in der Registry hinterlegten Internet-Explorer-Version nicht  klar.
    Ein kleiner Registry Eintrag (Danke Uli Amann) hat aber schnell geholfen
  • Der einzig echte Windows 10 Fehler: Der SUBST Befehl arbeitet wohl anders, als in den Vorversionen. Bei mir führte das dazu, dass Dateien in dem virtuellen Laufwerken nicht mehr umbenannt werden konnten. Habe ich dadurch gelöst, dass ich vorübergehend das betreffende Verzeichnis als Netzlaufwerk „gemappt“ habe. Auch keine große Sache
    Update 26.8.: Problem lag am Verzeichnisnamen, nicht am SUBST-Befehl. Windows 10 reagiert auf Namen die „COM1“ und ähnlich reservierte Namen beinhalten wohl etwas anders als noch Windows 8.1 und frühere Versionen.

Was gut ist

  • Windows 10 (Pro) erwacht jetzt aus dem Hibernation Mode, alleine dadurch, dass ich versuche eine Remoteverbindung aufzubauen. Früher (Windows 7 Professional) musste ich dazu externe Tools (Fritzbox) nutzen und ein Wake-on-Lan Signal senden.

Was nicht gut ist

  • Natürlich das umfassende „Nach Hause telefonieren“, welches zudem standardmäßig eingeschaltet wird, wenn man nicht richtig aufpasst. Dazu gibt es ja bereits jede Menge Berichte. Auch Anleitungen, wie das abstellbar ist. Zum Beispiel hier: Heise Newsticker
  • Und gerade entdeckt (29.8.2015): Microsoft lädt Daten ungefragt Daten von und zu anderen PC im Internet, um die Update Leistung zu erhöhen. Wie strange ist das denn ?
  • Was sie sich tatsächlich gut überlegen müssen ist, ob Sie die Anmeldung mit einem Microsoft Konto durchführen. Das ermöglicht Microsoft natürlich auch, ein Gesamtbild über alle Ihre PC’s zu bekommen.
  • Da ich zudem den gegebenen Einstellmöglichkeiten nicht traue habe ich zusätzlich in der Computerverwaltung die Aufgabenplaner-Einträge von Windows durchforstet, und alle auf Deaktiv gestellt, in denen in der Beschreibung etwas von „Sammeln“ und „Nach Hause telefonieren“ steht. . (Ich hoffe das hat keine Nebeneffekte 🙂 )
    Nur ein Beispiel dazu, es waren so mehr als 20 Einträge die betroffen waren:
Screenshot 2015-08-14 11.05.57

Mein Fazit:

Microsoft hat hier erstklassige Arbeit abgeliefert, in vielerlei Hinsicht. Da ist zunächst mal die technische Leistung. Tatsächlich scheint Windows 10 nicht viel mehr zu sein, als ein größeres ServicePack. Vergleichbar mit dem SP2 von Windows XP. Dennoch ist die Qualität wirklich beeindruckend.

Aber auch die Marketing-Strategie ist Klasse. Die Leute werden bereits im Vorfeld regelrecht „heiß“ gemacht auf dieses Windows. Jeder will es haben. Und dann der „Deal“ es kostenlos herzugeben. Der führt dazu, das ganz schnell eine große Zahl an Windows 10 Installationen erreicht werden wird. Und Microsoft alten „Ballast“ los wird. Das spart eine Menge Geld für die Pflege alter Versionen.

Und nicht zuletzt: Windows 10 ist jetzt so, wie die Nutzer es haben wollen (Kein aufgezwungenes Kachel-Layout wie in Windows 8). Microsoft hat diese Lektion wohl gelernt.

Also es lohnt sich upzugraden. Und wenn ihr nicht zu viel an euren Systemen „gefummelt“ habt, dann werdet ihr auch keine nennenswerte Probleme bekommen.

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About Uwe Sprenger

Uwe Sprenger ist ein IT Generalist, der in seiner Freizeit immer gerne neue Möglichkeiten ausprobiert. Und so ist hier dieses Blog zu Wordpress im entstehen. Beruflich bin ich (zur Zeit) intensiv im Lizenz Management unterwegs.  

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