Juristisches für alle Blogs

Photo by geralt from pixabay

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Ich mache doch nur eine private Web-Seite. Da brauche ich doch kein Impressum ….

So denken viele, aber die denken falsch!

Es gibt drei wichtige juristische Dinge, die sie auch bei einem privaten Blog beachten müssen oder sollten:

1. Das Impressum

2. Die Datenschutzerklärung

3. Bilderrechte

 

 

 

Das Impressum

Jeder Blog oder Web-Auftritt benötigt in Deutschland ein Impressum. Dieses muss gut sichtbar zugänglich sein und die Kontaktdaten desjenigen beinhalten, der für den Web-Auftritt verantwortlich ist.

Eine einfache Möglichkeit ein relativ rechtssicheres Impressum zu erzeugen ist auf den Seiten von e-recht24 zu finden der Impressum-Generator. Auch das Impressum meines Blogs ist so entstanden.

Cookies und Datenschutz

Das ist aber nicht alles. WordPress verwendet zum Beispiel auch Cookies. Und nach den EU Richtlinien dürfen Sie das nicht mehr ohne die Einwilligung ihrer Benutzer tun. Also müssen sie ihre Benutzer in geeigneter Weise darauf aufmerksam machen. Wobei sich die „Gelehrten“ noch nicht ganz einig darüber sind, was „geeignet“ ist. Siehe zum Beispiel diesen Bericht der IT-Recht-Kanzlei.

In UweS Blog habe ich das wie folgt gelöst:

  • Ich habe das Plugin „Cookie Notice“ installiert, und diese Plugin zeigt einen nicht übersehbaren Informationstext am unteren Rand der Seite. Dieser Text enthält einen Link zur Datenschutzseite mit Erläuterungen und die Möglichkeit der Cookie Nutzung zuzustimmen.
  • Die Datenschutzseite informiert dann (wiederum generiert bei e-Recht24) wie meine Seite mit den Nutzerdaten umgeht.

Das ist insbesondere dann wichtig, wenn sie Daten an Dritten weiter geben. Google Analytics wäre so ein Anwendungsfall, aber auch die Nutzung des Anti-Spam Plugins Akismet, denn dieses Plugins schickt Daten an einen fremden Server zu besseren Absicherung. Ganz wichtig aber: Die Social Media „like“ oder „teilen“ Buttons sind sehr gesprächig und schicken Daten nach Hause, oft verknüpft mit den Userdaten.

Bilderrechte

Und dann noch Bilder. Am Besten ist es, sie verwenden nur eigene Bilder. Oder Bilder aus sehr gesicherten Quellen. Ich verwende recht häufig Bilder von Pixabay manchmal von Flickr. Bilder von Pixabay unterliegen der Creative-Commons „Public Domain“  Lizenz, das ist ein völliger Verzicht auf jegliches Recht. Die Flickr Bilder sind da eingeschränkter. Es wird unterschieden zwischen

  • Namensnennung erforderlich (J/N)
  • Einsatz im kommerziellen Bereich erlaubt (J/N)
  • Veränderbarkeit des Bildes (J/N)

Ich nutze zum Import der Bilder das von mir angepasste Plugin „Uwes Pixs„, welches in jedem Fall für die Namensnennung sorgt, und die gültige CC Lizenz verlinkt. (Das ist guter Stil und sollte eigentlich immer gemacht werden, auch bei komplett freien Bildern.).

In der Google Bildersuche lassen sich ebenfalls Bilder auf Basis der Bildrechte suchen. Das mache ich persönlich allerdings selten. Eine gute Bilderquelle kann auch Wikipedia sein, dort ist zu jedem Bild die zugrunde liegende Lizenz dokumentiert. Da erkennt man auf Anhieb, on das Bild ggf. fürs eigene Blog nutzbar ist.

Besonderes Augenmerk ist auf abgebildete Personen zu richten. Unabhängig von den Bildrechten an sich brauchen sie immer auch die persönliche Einwilligung der abgebildeten Personen. Werden bei Pixabay Bilder mit Personen hochgeladen, so muss diese Einwilligung der Hochladende eingeholt haben. Ob das immer der Fall ist, darf bezweifelt werden, das wird seitens Pixabay nicht geprüft. In Zweifelsfällen haften Sie zunächst einmal direkt.

Besonders beachtet werden müssen darüber hinause auch Abbildungen besonderer Gebäude oder Architekturen. So dürfen sie den Eifelurm bei Nacht zum Beispiel nicht veröffentlichen.

Die Problematik bei Bildern ist übrigens auf dieser Pixabay Seite und in dem darin enthaltenen Video  sehr gut erklärt.

Sonstige Urheberrechte

Natürlich dürfen sie auch keine anderen Objekte zum Download verfügbar machen, für die sie nicht die entsprechenden Rechte haben:

  • Musikstücke
  • Bilder
  • Programme
  • usw. usw.

Aber das ist Ihnen hoffentlich sowieso klar.

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About Uwe Sprenger

Uwe Sprenger ist ein IT Generalist, der in seiner Freizeit immer gerne neue Möglichkeiten ausprobiert. Und so ist hier dieses Blog zu Wordpress im entstehen. Beruflich bin ich (zur Zeit) intensiv im Lizenz Management unterwegs.  

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